Kuch'l Konferenzen

In unseren Kuchl Konferenzen diskutieren wir über unsere Ausstellungen. Wir wollen das Dargestellte besprechen, neue Gesichtspunkte aufwerfen. Wir laden alle herzlichst ein, daran teilzunehmen. Jeder ist willkommen! Wir sind in einem kleinen Kreis, wo jeder zu Worte kommt! Auch Geschichten zu unserer Ausstellung sind willkommen.

Briefe aus dem Krieg (Wolfgang Steiger)

Dankenswerter Weise hat sich Wolfgang Steiger anhand der Briefe, die während des Krieges von seiner Familie und Bekannten von und nach zu Hause geschickt wurden, dieser schwierigen Materie angenommen, um etwas Licht in diese Zeit zu bringen.
Die Briefe klingen oft, als ginge es um eine Urlaubsreise! „Wenn du vielleicht wieder einmal nach Bulgarien kommst“, schreibt Lentschi an Pepsch, „kaufe noch so ein kleines Fläschchen Rosenöl, ... für die Mitzi zu Weihnachten!“ Andere hingegen erahnen das böse Ende und schreiben beschwörende Zeilen: „Gern will ich alles ertragen, wenn du nur wieder nach Hause kommst... Wenn nur der Krieg schon bald ein Ende nehmen würde.“ Und im Feber 1943 schreibt Jancsi an Max: „Max, ich kann Dir sagen, ich sehe schwarz, was ich gesehen habe genügt mir. Unsere Division ist fast aufgerieben.“

Sa. 29.August 2020 15h00

Zwangsarbeit, Fremdarbeiter, Kriegsgefangene
in Mattersburg (im Gespräch mit Dr. Georg Luif)

Erst in den 1990er Jahren wird das Thema der Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg in Deutschland und dann auch in Österreich aufgegriffen: mehr als 50 Jahre später. In vielen Gemeinden des Burgenlandes und auch Mattersburg gibt es eine große Anzahl von ZwangsarbeiterInnen. Sie kommen vor allem aus der Sowjetunion und Frankreich. Leider gibt es noch wenig Infomaterial über die Zwangsarbeit in Mattersburg. In dieser Kuch'l Konferenz wird über die fehlende Dokumentation gesprochen und versucht Licht in das Dunkle zu bringen.

Sa. 29.August 2020 15h00

Ortsneckereien
im Mattersburger Bezirk (im Gespräch mit Dr. Kriegler)

Dr. Kriegler beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit Mundart und Sprache im Mattersburger Bezirk. Wie die "Spitznamen" bei Personen an Stelle der Personennamen verwendet werden, so werden "Necknamen" bei den meisten Ortsnamen verwendet. Die Necknamen gehen auf verschiedenen Ortsereignisse, Eigenheiten der Bewohner oder scherzhafte Andichtungen zurück. So werden die MattersburgerInnen als Schurscherln oder Schneeschaufler verballhornt. Der Mattersburger Neckname Schurscherl stammt von dem oft gewähltem Namen Georg ab und bedeutet, dass dieser sich sehr ungeschickt angstellt. Der Neckname Schneeschaufler geht auf das Ereignis während der Kuruzzenkriege zu Beginn des 18.Jahrhunderts zurück. Die Mattersburger gruben um die Kirche einen Verteidigungsgraben gegen die Angreifer aus. Diesen mussten sie aber im Winter bei Schneefall immer wieder ausgraben, damit er seine Verteidungszwecke erfüllen konnte.

Sa. 25.Juli 2020 15h00

Zeitzeugen erzählen: Schüler und Schule
vor und nach dem Zweiten Weltkrieg (Koordinator Willi Bauer)

Zeitzeugen erzählen von ihren Schulerlebnissen in der Zeit zweier Zeitenwenden. Maria Adam schilderte ihre Erlebnisse als sechsjähriges Kind. Dr. Forstik zeigte die Indoktrination der Schüler durch die Lehrer im Nationalsozialismus auf. Es gab eine Zweiteilung zwischen begeisterten Schülern für den Nationalsozialismus und den Bauernkindern in der Klasse. Willi Bauer gab einige Anekdoten der Schüler aus seinem Erinnerungsschatz zum Besten. Ing. Docekal sah die Schule als Platz zum Sammeln von Heilpflanzen und Geldmitteln für die Winterhilfe, aber sicher nicht als Ort der Bildung. Eine schulische Ausbildung gab es nicht mehr. Die Schulen wurden als Lazarette für die Soldaten verwendet. Der Unterricht fand in verschiedenen Gasthäusern anstatt in den Schulen statt.

Sa. 25.Mai 2019 15h00

Die Wittmann Nachfolger im Dialog
(Edi Sieber, Michael Floiger, Wolfgang Steiger)

Im 20.Jahrhundert beleuchten Autoren aus verschiedenen Blickwinkeln die geschichtliche Entwicklung von Mattersburg. Darunter befinden sich: Josef Homma, Hans Paul, Julius Kappel, Ernst Löger, Max Steiger, Gottfried Gröller, Johann Kriegler und andere. Zu unserer Kuchlkonferenz haben wir drei Autoren eingeladen, die sich unseren Fragen stellen werden.

Sa. 28.Juli 2018 15h00

Zeitzeugen 1938: Buchpräsentation durch Norbert Pingitzer

Als Zeitzeuge berichtet Karl Schiessl geboren 1921: Er war als 16jähriger beim Umsturz am 11.März 1938 in Eisenstadt mit dabei

Sa. 14.Juli 2018 15h00

Die Russen kommen - Willi Bauer und Maria Adam erzählen

Sa. 26.Oktober 2017 15h00

Hunnen sterben anders - Lesung und Gespräch mit Dr.Günter Unger

Sa. 1.April 2017 15h00

Ahnenforschung II

Sa. 27.August 2016 15h00

Migration und Exil

Sa. 9.Juli 2016 15h00

Verlorene Kulturen - Gewonnene Kulturen

Sa. 8.Mai 2016

Was ist Kunst? Jeder glaubt schon Künstler zu sein, wenn er ein Bild malt.

Sa. 5.Juli 2014

Sind Briefmarken Zeitzeugen?

Sa. 7.Juni 2014

Wo gibt es die neuen Jobs – Scheitern der Industrialisierung, Frauen in die Fabrik – sind das die erträumten Arbeitsformen?

Sa. 3.Mai 2014

Stadtplanung im Spiegel der Zeitgeschichte. Diskussion mit den Architekten

Sa. 5.April 2014

Erinnerung an die Geschichte der Juden in Mattersburg – Warum eigentlich?

Sa. 1.März 2014